Natur-Erlebnislandschaft - Katinger Watt

Der o.a. Ort im Februar 2021:

Eisflächen im Katinger Watt - Die Wasservögel im Katinger Watt sammeln sich um die letzen verbliebenen offenen Wasserstellen
Eisflächen im Katinger Watt - Die Wasservögel im Katinger Watt sammeln sich um die letzen verbliebenen offenen Wasserstellen

Von unserem Haus ist es nur ca. 1 km bis in die schöne Natur-Erlebnislandschaft "Katinger Watt".
Wandern und Rad fahren in einem Waldgebiet. Natur-, Vogelbeobachtung in einer faszinierenden Landschaft.
Das Mündungsgebiet der Eider wurde durch Deiche und ein Sperrwerk (Bauzeit 1967 bis 1973) von der Nordsee abgetrennt.
Aus einer tideabhängigen Flusslandschaft wurde Binnenland: das Katinger Watt.
Bis zum Anfang der 1970er Jahre wurde das Katinger Watt noch von der Nordsee überspült.
Erst das 1973 eingeweihte Eidersperrwerk mit seinen Deichen löste eine Fläche von 500 Hektar aus dem Tidebereich der Nordsee heraus.

Fahrradfahren im Katinger Watt
Fahrradfahren im Katinger Watt

Der trockengefallene Boden im Katinger Watt war salzig, roh und freiliegend. Um zu verhindern, dass er von Wind und Wasser abgetragen wurde und um bessere Bedingungen für die Anpflanzung des Waldes zu schaffen, wurde zunächst Gras und Senf gesät. Ein ausgeklügeltes Entwässerungssystem sorgte dafür, dass das Salz rasch ausgetragen wurde, so konnten schon nach fünf Jahren die ersten Bäume gesetzt werden.
Zwölf verschiedene Laubbaumarten wurden in geschwungenen Linien angepflanzt. Vor allem Pappeln, Eichen und Eschen bestimmen heute das abwechslungsreiche Bild des Waldes im Katinger Watt.
In den noch jungen Wald sind bereits zahlreiche Tier- und Pflanzenarten eingewandert, darunter viele seltene und gefährdete Arten.
Besucher können den Wald auf dem Wanderwegenetz durchstreifen und die Vielfalt der Natur genießen. Die angrenzenden Wasser-, Rast- und Ruheflächen für Vögel bieten viele Möglichkeiten zur Naturbeobachtung

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Ein bisschen Geschichtliches:

Von 1967 bis 1973 wurde die Eidermündung zwischen Eiderstedt und Dithmarschen aus Gründen eines besseren Küstenschutzes durch einen neuen, 4,8 km langen Seedeich abgedämmt. Die bisherige Küstenlinie, die von der Mündung der Eider bis über Friedrichstadt ins Land hineinstieß, konnte damit um etwa 6O km verkürzt werden.

Als weiteres Bauwerk wurde im abgedämmten Mündungstrichter der Eider ein Leitdamm erstellt, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die Strömung der Eider auf die Siele des Sperrwerkes zu lenken. Zugleich schützt er rund 900 ha ehemalige Wattflächen und rund 350 ha höher gelegenes, vor der Abdämmung bereits als Schafweide extensiv genutztes Vorland gegen Hochwasser. Weitere 200 ha außerhalb des verlängerten Leitdammes sind auch jetzt nicht völlig hochwasserfrei und werden extensiv als Weide genutzt.

  • Eidersperrwerk ca. 1970
  • Eidersperrwerk im Bau mit Transportbrücke
  • Eidersperwerk und Leitdamm im Bau

Information zu diesen Luftaufnahmen (ca. 1972) von dem im Bau befindlichen Eiderdamm mit Eidersperrwerk:
Im Hintergrund das "Katinger Watt". Die Siele des neuen Sperrwerkes sind geflutet - die Eider fließt durch das Sperrwerk und ihr Wasserstand kann ab jetzt geregelt werden. Die einspurige Transportbrücke, die zur einstigen Bauinsel führte, ist noch nicht wieder demontiert. Sie war ca. 900 m lang und erreichte über der Schifffahrtsrinne eine lichte Höhe von 19 m über NN - bei einer beidseitigen Steigung von 10 %.
Zwischen Sperrwerk und der ursprünglichen Deichlinie auf der Dithmarscher Seite ist der Eiderdamm noch im Rohbau. Die neue Landstraße auf der Dithmarscher Seite reicht bereits bis an die Baustelle heran.